Freundeskreis Asyl Ammerbuch | Ein Beitrag zur Integration

Aktuelle Info-Materialien

Der Infodienst „Migration, Flucht und Gesundheit“ bietet in seiner aktuellen Ausgabe 2/2019 wieder eine Fülle von Materialien.

Beispielhaft seien hier genannt:

Bundeszentale für gesundheitliche Aufklärung: ReKuIDH Fortbildung

Psychosoziale Versorgung von Flüchtlingen und Folteropfern in Rheinland-Pfalz

Dolmetschergestützte Psychotherapie

Flüchtlings“schutz“ in Griechenland (Englisch)

Brot für die Welt: Atlas der Zivilgesellschaft

Deutsches Institut für Menschenrechte: „Keine Papiere – keine Geburtsurkunde?“ Empfehlungen für die Registrierung von in Deutschland geborenen Kindern Geflüchteter

Der Paritätische: Aufenthaltssicherung für weitergewanderte Flüchtlinge

Robert Bosch Stiftung (Hg.): Daten vernetzen, Integrationsverläufe
individuell erfassen und begleiten (entspricht der Integrationszielvereinbarung im Landkreis Tübingen)

Heinrich-Böll-Stiftung: Der Weg über die Kommunen (2/2019)

Dt. Städtetag: Städte l(i)eben Vielfalt – wo stehen wir heute? (2018)

FEMpowerment: Expertise zu geflüchteten Frauen

Zum Thema geflüchtete Frauen hat sich auch der Landkreis Böblingen Gedanken gemacht:

Geflüchtete Frauen – Potenziale erkennen

BAMF Kurzanalyse Geflüchtete Frauen

Projekt des Landkreises Böblingen

Eine weitere lesenswerte Broschüre zum Thema „Zusammenarbeit  zwischen Hauptamt und Ehrenamt“ finden Sie hier.

Offener Brief an Frau Merkel

In einem offenen Brief an Frau Merkel vom 3. April 2019 stellen ca. 250 zivilgesellschaftliche Organisationen drei Forderungen zur Flüchtlingspolitik auf. Gefordert werden ein Notfallplan für Bootsflüchtlinge, die Ermöglichung von »Sicheren Häfen« und die Aussetzung von Rückführungen nach Libyen. Die Unterzeichner – darunter PRO ASYL, Ärzte ohne Grenzen (MSF), Amnesty International, BDKJ, SOS Mediterranee, Seebrücke, Diakonie, Caritas, AWO, der Paritätische, Brot für die Welt, Deutsche Aidshilfe, der DGB und viele regionale Organisationen – wollen bis Juni 2019 weitere Akteure aus der Zivilgesellschaft gewinnen, um diesem im politischen Raum unpopulär gewordenem Thema Nachdruck zu verleihen – und darauf hinweisen, wie viele Menschen nicht mit der eingeschlagenen Richtung in der europäischen Flüchtlingspolitik einverstanden sind.

Offener Brief (PDF, 921 KB)

Umgang mit Traumatisierung

Immer wenn im Landkreis Tübingen die Rede von Hilfen für traumatisierte Flüchtlinge kommt, fällt der Name refugio. Dieser Verein mit Hauptsitz in Stuttgart und Zweigstellen u.a. in Tübingen leistet seit Jahren einen wertvollen Beitrag bei der Beratung und Therapie von geflüchteten Menschen. Lesenswert ist hier der immer noch aktuelle Jahresbericht 2016, der auch Beiträge zur Sprachvermittlung und Ernährungsproblemen enthält.

Gemessen an der personellen, finanziellen und räumlichen Ausstattung leistet die Regionialstelle Tübingen eine hervorragende Arbeit. In den Jahren 2016 und 2017 wurden jeweils über 250 Klienten beraten, oft mit Hilfe von ehrenamtlichen Dolmetschern. Das heißt, ca. 5 % der geflüchteten Menschen haben Kontakt zu refugio.

Der Anteil von Geflüchteten mit Traumafolgen und anderen psychischen Problemen liegt aber deutlich höher. Je nach Quelle werden hier 40 bis 70% genannt. Da erhebt sich die Frage, ob und wo die anderen Menschen behandelt oder zumindest beraten werden können.Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung beleuchtet das Problem im Detail.

Die Möglichkeiten der IntegrationsmanagerInnen im Landratsamt oder in der Stadt Tübingen sind bei den Betreuungsschlüsseln von 1:120 bis 1:180 dich ziemlich begrenzt. Auch erfolgt hier in der Regel keine aufsuchende Betreuung, wie eigentlich im Pakt für Intergration gefordert. Doch gerade Personen mit psychischen Problemen haben selten die Kraft, aktiv in eine Sprechstunde zu gehen.

Hier fällt den ehrenamtlichen Begleitern in der Flüchtlingshilfe eine wichtige Rolle zu: Im täglichen Umgang mit Geflüchteten fallen eher Probleme auf, die dann an hauptamtliche Stellen weitergeleitet werden können. Auch niederschwellige Angebote wie gemeinsames Kaffeetrinken, Vermittlung in Vereine oder in kulturelle Angebote wirken stabilisierend und können Depressionen entgegenwirken.

 

 

Whatsapp-Alternativen

Viele Flüchtlingen kommunizieren untereinander oder mit Ehrenamtlichen mit dem Messenger-Dienst Whatsapp. Der gehört leider zu Facebook und kommt immer mehr in die Schlagzeilen, weil er es mit dem Datenschutz nicht so genau nimmt. So muss man beispielsweise sein gesamtes Adressbuch im Handy nach Amerika schicken, um den Dienst zu nutzen. Darin sind in der Regel auch Kontakte, die mit Facebook nicht zu tun haben möchten und deshalb niemals erlauben würden,  die Daten dorthin zu schicken. Dazu benötigt man generell die Erlaubnis des Kontakt-Inhabers.

Die Firma 1&1 stellt eine Reihe von Alternativen vor, die ähnlich wie Whatsapp arbeiten, aber dessen Nachteile nicht haben. Aus dieser Reihe können wir die App Signal besonders empfehlen, die auch vom Whistleblower Edward Snowden benutzt wird. Damit kann man auch direkt mit den IntegrationsmanagerInnen kommunizieren, wenn deren Handynummer bekannt ist.

Vier Jahre ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit – eine lesenswerte Broschüre

Der Verein Sozialhelden aus Berlin hat eine Broschüre erstellt, in der ein Resumee aus 4 Jahren Flüchtlingsarbeit gezogen wird. Darin finden sich auch viele Tipps, wie erfolgreiche Flüchtlingsarbeit aussehen könnte und wie dem oft erlebten Spannungsfeld zwischen Haupt- und Ehrenamt begegnet werden kann. Unbedingt lesen!

Zum Thema Haupt- und Ehrenamt hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Handreichung erstellt, die sich zwar mit Aspekten außerhalb der Flüchlingsarbeit beschäftigt, aber im Grundsatz auch für diesen Bereich herangezogen werden kann.

Winfried Kretschmann zum Einwanderungsgesetz

Auch unser Ministerpräsident äußert sich zum aktuellen Entwurf eines bundesweiten Einwanderungsgesetz. Neben einer grundsätzlichen Zustimmung nennt er einige Verbesserungsvorschläge, die der Wirtschaft und integrierten Flüchtlingen gleichermaßen nützen. Hier lesen Sie die vollständige Stellungnahme.

Eine weitere Stellungnahme der gemeinnützigen Verbände und Vereine lesen Sie hier.

Kinder und Jugendliche